Der Zählerschrank ist die unauffälligste Komponente im Haus und zugleich die, an der heute die meisten Modernisierungen hängen. Ob Photovoltaik, Wallbox oder Wärmepumpe: alles läuft durch diesen Schrank. Und viele Schränke, die jahrzehntelang klaglos ihren Dienst getan haben, sind für diese neuen Aufgaben schlicht nicht gebaut.
Fünf Anzeichen für einen Schrank an der Grenze
- Schraubsicherungen statt Automaten. Die alten Schmelzsicherungen mit Drehgriff sind ein sicheres Zeichen für eine Anlage aus der Zeit vor 1990.
- Kein Fehlerstromschutz. Fehlt der FI-Schalter oder deckt er nur das Bad ab, entspricht die Anlage nicht mehr dem heutigen Schutzniveau.
- Kein Platz. Zweiter Zähler für die Wärmepumpe, Steuerbox nach Paragraf 14a, Überspannungsschutz: all das braucht Reihen, die in alten Schränken nicht vorgesehen sind.
- Stoffummantelte oder zweiadrige Leitungen am Schrank deuten auf eine Installation hin, bei der auch jenseits des Schranks Handlungsbedarf besteht.
- Der Netzbetreiber verlangt es. Bei der Anmeldung einer PV-Anlage oder Wallbox prüfen Netzbetreiber den Zählerplatz; entspricht er nicht der aktuellen Norm, wird der Umbau zur Bedingung.
Was ein Austausch bedeutet
Ein neuer Zählerschrank nach aktueller Norm bringt Automaten, durchgängigen Fehlerstromschutz, Überspannungsschutz und Reserveplätze für alles mit, was in den nächsten Jahren dazukommen kann. Der Umbau dauert in der Regel einen Arbeitstag, der Strom ist dabei stundenweise abgeschaltet. Ob Ihr Schrank betroffen ist und was der Austausch im Rahmen Ihres Projekts bedeutet, klärt der Vorortermin; eine erste Einschätzung gibt der Kostenrechner.